Den Geist aufräumen mit Meditation

In unserer Welt läuft vieles nach dem Schneller-Höher-Weiter-Prinzip. Wir haben gelernt, dass unser Wert daran bemessen wird, was wir alles leisten und erreichen.

Jedoch kommen immer mehr Menschen an den Punkt, an dem es zu viel wird. Das Kopfkarussel steht niemals still und der Stress wird ein ständiger Begleiter.

Auch wenn uns die letzten Wochen unter Umständen mehr Ruhe gegeben haben, sobald die Arbeit und die Projekte wieder aufgenommen werden, kehren die alten Gewohnheiten schnell wieder zurück.

Auch Tänzer*innen und Künstler*innen sind davon betroffen, denn wir arbeiten oft selbstständig und planen „nebenbei“ noch Veranstaltungen und Projekte. Wir fahren also oft mehrgleisig.

Es gibt ein simples Tool, das uns helfen kann die Balance zu halten, und das ist die Meditation.

Wir kümmern uns täglich um unseren Körper, waschen, trainieren und pflegen ihn, denn ohne unseren Körper können wir nicht leben. Ebenfalls täglich müssen wir uns um unsere Wohnung und den Haushalt kümmern. Denn schließlich nutzen und beleben wir diese Wohnung und müssen uns stets wieder um Sauberkeit und Ordnung kümmern.
Jedoch sollten wir die gleiche Aufmerksamkeit auch unserem Geist widmen. Jeden Tag prasseln Unmengen Eindrücke, Probleme und Aufgaben auf ihn ein. Wir sollten ihm einen Moment des Abschaltens gönnen. Manch einer denkt eine Netflix-Serie oder ein Buch helfen beim Abschalten, allerdings kommen hierbei ja wieder neue Eindrücke…

Meditation wirkt

Das Magazin „Psychologie Heute compact“ behandelt in einer der letzten Ausgaben das Thema „Yoga, Meditation, Achtsamkeit“. Hier werden die positiven Auswirkungen einer regelmäßigen Meditationspraxis herausgestellt, die mittlerweile wissenschaftlich bestätigt sind:
– verringertes Schmerzempfinden
– weniger Stresshormone
– verbesserte Bekämpfung von Entzündungen
– Bessere Wahrnehmung von Körpersignalen
– Verlangsamte Zellalterung
– weniger Depressionen
– Entwicklung von Liebe, Güte und Mitgefühl
(Psychologie Heute compact, 2020 Heft 60)

Der Einstieg

Um den Einstieg alleine zu schaffen empfehle ich kurze, geführte Meditationen. Diese gibt es auf verschiedenen Apps (z.B. 7Mind, Balloon, Calm, speziell für Kinder: BuddhaBoo) oder zum Beispiel auf Youtube. Suche dir etwas heraus, das dich vom Thema und von der Stimme her anspricht. Und dann such dir einfach einen ruhigen Platz, setze dich hin und höre zu. Um mehr geht es gar nicht. Du solltest nicht streng zu dir sein, wenn du dich nicht sofort konzentrieren oder entspannen kannst. Erstmal geht es einfach nur um das Tun. Zweitens geht es um die Regelmäßigkeit. Übe lieber jeden Tag für 3 Minuten, als einmal pro Woche für 20 Minuten. Diese Zeit findet jeder einmal am Tag. 🙂

Jetzt bin ich gespannt, welche Erfahrungen du mit Meditation schon gemacht hast. Wenn du Lust hast, dann schreibe es gerne in die Kommentare.

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